Pokémon Erforscher der Finsternis (2012) – Set-Guide
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Am 9. Mai 2012 (auf Deutsch am 15. August 2012) erschien Erforscher der Finsternis, das fünfte Set der Schwarz-&-Weiß-Serie. Sechs Pokémon-EX stecken darin, jedes zusätzlich als Full Art – und dahinter kommen drei Geheimkarten, von denen eine bis heute die teuerste des Sets ist. Die Überraschung steckt aber woanders: Eine ganz gewöhnliche Uncommon wird höher gehandelt als vier der sechs Pokémon-EX. Hier findest du den Set-Steckbrief, die Geschichte hinter dem Set, die Top 10 Karten, die komplette Kartenliste und spannende Fakten.
Set-Steckbrief
| Set-Name | Erforscher der Finsternis (englisch „Dark Explorers") |
| Release (Englisch) | 09.05.2012 |
| Release (Deutsch) | 15.08.2012 |
| Karten | 111 (108 + 3 Geheimkarten) |
| Seltene Karten | 9 Holos + 6 Pokémon-EX + 6 Full-Art-EX + 3 Geheimkarten |
| Thema | Dunkelheit · Darkrai im Mittelpunkt |
| Themendecks | Räuber · Schatten |
| Highlights | Guardevoir · Aeropteryx · Kyogre-EX & Groudon-EX Full Art |
| Japanisches Original | ダークラッシュ („Dark Rush") |
| Hersteller | Nintendo / The Pokémon Company |
Die Geschichte hinter dem Set
Nach Kommende Schicksale, das die Pokémon-EX eingeführt hatte, festigt Erforscher der Finsternis die neue Kartenart. Sechs Pokémon-EX stecken im Set – Entei, Kyogre, Raikou, Groudon, Darkrai und Boreos – und jedes davon gibt es doppelt: einmal regulär und einmal als Full Art auf den Nummern 103 bis 108.
Das Thema ist die Dunkelheit, und das zieht sich bis ins Logo: Es ähnelt dem Symbol des Finsternis-Typs, nur in ein Sechseck statt in einen Kreis gesetzt. Im Mittelpunkt steht Darkrai, das legendäre Pokémon, das seine Gegner in Albträume schickt. Spielerisch war Darkrai-EX (63/108) die prägende Karte der Zeit: Seine Fähigkeit ließ alle eigenen Finsternis-Pokémon frei zurückziehen – ein Effekt, um den herum ganze Decks gebaut wurden.
Die drei Geheimkarten am Ende sind die eigentliche Neuerung. Ab diesem Set können nämlich auch Item-Karten als Geheimkarte erscheinen, und der Pokémon-Fänger (111/108) ist die erste ihrer Art überhaupt. Erkennbar ist diese Machart an einem holografischen Pokéball mitten im Attackenfeld – dort, wo eine Item-Karte sonst gar nichts hat. Die beiden Themendecks heißen Räuber und Schatten.
Woher die Karten in Japan kamen
Grundlage ist das japanische Set ダークラッシュ („Dark Rush") vom 16. Dezember 2011 – allerdings mit nur 76 Karten. Der Westen hat also rund 35 Karten dazugepackt:
- ⚠️ Kyogre-EX (26/108) und Groudon-EX (54/108) stecken gar nicht im japanischen Set. Sie stammen aus dem Doppelset サイコドライブ („Psycho Drive") • ヘイルブリザード („Hail Blizzard"), fielen im Westen bei Kommende Schicksale durchs Raster und wurden erst hier nachgereicht – jeweils regulär und als Full Art.
- Neu im Westen sind außerdem Folipurba, Glaziola, Maxax, Irokex, Caesurio, Qurtel, Sichlor sowie Gelatini und Gelatroppo.
- Dazu kam ein ganzer Schwung Trainerkarten: N, Cheren, Prof. Esche, Hyperball und Zufallsempfänger.
- Und in die andere Richtung: Grypheldis und Fletiamo blieben in Japan. Sie haben in diesem Set kein Gegenstück.
Wer das Set komplettiert, hat also deutlich mehr in der Hand als jemand, der die japanische Fassung sammelt – aber zwei Karten fehlen ihm trotzdem.
Highlights & wichtigste Karten
Die teuerste Karte des Sets ist Guardevoir (109/108) – eine der drei Geheimkarten und mit deutlichem Abstand die Nummer eins. Direkt dahinter liegen die beiden Full Arts, die eigentlich gar nicht hierher gehören: Kyogre-EX (104/108) und Groudon-EX (106/108). Weil sie ein Set später als geplant erschienen und dadurch in kleinerer Auflage gedruckt wurden, sind sie heute die teuersten Full Arts des Sets.
Auf Platz vier folgt Aeropteryx (110/108), im Turnierspiel eine gefürchtete Karte: Sie konnte dem Gegner verbieten, Basis-Pokémon aus der Hand zu spielen. Und der Pokémon-Fänger (111/108) steht als erste Item-Geheimkarte der Geschichte weit oben, obwohl darauf kein einziges Pokémon zu sehen ist.
Die eigentliche Kuriosität steht aber auf Platz zehn: Nachtara (60/108) ist nur eine Uncommon – und wird trotzdem für rund 100 Euro gehandelt, mehr als Groudon-EX, Raikou-EX, Entei-EX und Boreos-EX in ihrer regulären Fassung. Aufpassen muss man dabei, denn im Set stecken zwei Nachtara-Uncommons: die 60 und die 61. Zwischen beiden liegt etwa der Faktor zehn.
Wichtig für den Wert: Full-Art-Karten und Geheimkarten haben eine vollflächig strukturierte Oberfläche und zeigen Kantenabrieb sofort – hier lohnt sich Grading (PSA, CGC) am meisten. Bei Nachtara 60/108 gilt: unbedingt auf die Kartennummer schauen, nicht nur aufs Bild.
Die 10 wertvollsten Karten
Sortiert nach aktuellem Marktwert der ungegradeten deutschen Karten (Near Mint), Stand August 2026 – Top-Grades (PSA 9/10) liegen deutlich darüber.
| # | Karte | Rarität |
|---|---|---|
| 1 | Guardevoir · 109/108 👑 | Geheimkarte |
| 2 | Kyogre-EX (Full Art) · 104/108 | Rare Ultra |
| 3 | Groudon-EX (Full Art) · 106/108 | Rare Ultra |
| 4 | Aeropteryx · 110/108 | Geheimkarte |
| 5 | Entei-EX (Full Art) · 103/108 | Rare Ultra |
| 6 | Raikou-EX (Full Art) · 105/108 | Rare Ultra |
| 7 | Pokémon-Fänger · 111/108 | Geheimkarte |
| 8 | Kyogre-EX · 26/108 | Pokémon-EX |
| 9 | Darkrai-EX · 63/108 | Pokémon-EX |
| 10 | Nachtara · 60/108 | Uncommon |
Komplette Kartenliste
Alle Holos, Pokémon-EX & Geheimkarten anzeigen
Pokémon-EX (regulär): 13 Entei-EX · 26 Kyogre-EX · 38 Raikou-EX · 54 Groudon-EX · 63 Darkrai-EX · 90 Boreos-EX
Pokémon-EX als Full Art (103–108): 103 Entei-EX · 104 Kyogre-EX · 105 Raikou-EX · 106 Groudon-EX · 107 Darkrai-EX · 108 Boreos-EX
Holo-Karten: 3 Bisaflor · 17 Lohgock · 22 Ramoth · 29 Impoleon · 47 Zapplarang · 66 Rabigator · 77 Klikdiklak · 82 Heiteira · 89 Maxax
Geheimkarten (109–111): 109 Guardevoir · 110 Aeropteryx · 111 Pokémon-Fänger
Nicht aus dem japanischen Set: Kyogre-EX (26 + 104) und Groudon-EX (54 + 106) – beide stammen aus サイコドライブ („Psycho Drive") bzw. ヘイルブリザード („Hail Blizzard")
Dazu kommen rund 80 weitere Karten als Rares, Uncommons, Commons, Trainer- und Energiekarten – insgesamt umfasst das Set 111 Karten.
Interessante Fakten
- ⭐ Ab Erforscher der Finsternis können Item-Karten als Geheimkarte erscheinen – der Pokémon-Fänger (111/108) ist die erste überhaupt.
- Erkennungszeichen dieser Machart: ein holografischer Pokéball im Attackenfeld, das Item-Karten sonst nicht haben.
- ⚠️ Nachtara (60/108) ist nur eine Uncommon – und liegt trotzdem vor vier der sechs regulären Pokémon-EX.
- ⚠️ Im Set stecken zwei Nachtara-Uncommons (60 und 61) – zwischen ihren Marktwerten liegt etwa der Faktor zehn.
- Das Set-Logo ähnelt dem Symbol des Finsternis-Typs, nur in ein Sechseck statt in einen Kreis gesetzt.
- ⚠️ Kyogre-EX und Groudon-EX gehören eigentlich in Kommende Schicksale – sie wurden erst hier nachgereicht und sind heute die teuersten Full Arts des Sets.
- Bei der Kartenreihenfolge ging etwas schief: Gelatini und Gelatroppo (Pokédex 582 und 583) stehen vor Mebrana und Piccolente (580 und 581).
- Darkrai-EX ließ alle eigenen Finsternis-Pokémon frei zurückziehen – der Effekt prägte das Turnierspiel dieser Zeit.
- Es war die erste englische Erweiterung, deren Prerelease-Promo keine Karte aus dem Set war, sondern eine Black-Star-Promo.
- Das japanische Original hat nur 76 Karten – der Westen packte rund 35 Karten dazu.
- Die Themendecks heißen Räuber und Schatten.
Lohnt sich Erforscher der Finsternis?
Für Sammler ist das ein dankbares Set: Die Spitze ist klar sortiert, und außer den drei Geheimkarten gibt es zwölf Pokémon-EX-Varianten, die preislich weit auseinanderliegen – vom vierstelligen Guardevoir bis zum Boreos-EX für kleines Geld. Wer eine einzelne Karte sucht, landet bei Guardevoir oder den beiden Full Arts von Kyogre-EX und Groudon-EX. Wer etwas Ausgefalleneres will, nimmt den Pokémon-Fänger – die erste Item-Karte, die es je in den Geheimbereich geschafft hat. Und wer günstig einsteigen möchte, findet bei den Holos und den regulären Pokémon-EX faire Preise – sollte aber bei Nachtara genau auf die Nummer schauen. Für Wertsteigerung zählen Zustand und Top-Grades (PSA, CGC). Und wie immer gilt: nur bei vertrauenswürdigen Händlern kaufen.