Pokémon Hoheit der Drachen (2012) – Set-Guide

Am 15. August 2012 (auf Deutsch am 7. November 2012) erschien Hoheit der Drachen, das sechste Set der Schwarz-&-Weiß-Serie. Es bringt etwas, das es im westlichen Sammelkartenspiel 16 Jahre lang nicht gab: einen eigenen Drachen-Typ. Dazu kommen sechs Pokémon-EX mit Full Arts und vier Geheimkarten, die alle schillernde Pokémon zeigen – darunter ein Rayquaza, das bis heute die teuerste Karte der ganzen Schwarz-&-Weiß-Serie ist. Hier findest du den Set-Steckbrief, die Geschichte hinter dem Set, die Top 10 Karten, die komplette Kartenliste und spannende Fakten.

Set-Steckbrief

Set-Name Hoheit der Drachen (englisch „Dragons Exalted")
Release (Englisch) 15.08.2012
Release (Deutsch) 07.11.2012
Karten 128 (124 + 4 Geheimkarten)
Seltene Karten 13 Holos + 6 Pokémon-EX + 6 Full-Art-EX + 4 Geheimkarten
Thema Debüt des Drachen-Typs im Westen
Themendecks Drachentempo · Drachenhauch
Highlights schillerndes Rayquaza · Ho-Oh-EX & Rayquaza-EX Full Art
Japanisches Original リューズブラスト („Dragon Blast") • リューノブレード („Dragon Blade") + zwei Halbdecks
Hersteller Nintendo / The Pokémon Company

Die Geschichte hinter dem Set

Nach Erforscher der Finsternis steht Hoheit der Drachen ganz im Zeichen eines einzigen Themas. In den Videospielen gibt es den Drachen-Typ seit der ersten Generation – im Sammelkartenspiel aber liefen Drachen-Pokémon jahrelang einfach als Farblos-Pokémon. Mit diesem Set bekommen sie im Westen endlich ihren eigenen Typ, erkennbar an einem dunkelgelben Symbol statt des violetten aus den Spielen.

Einen Haken hat die Sache: Es gibt bis heute keine Drachen-Energie. Drachen-Pokémon brauchen deshalb Energiekarten anderer Typen – und in diesem Set gleich zwei verschiedene, damit sie alle ihre Angriffe einsetzen können. Das machte Drachen-Decks anspruchsvoll, aber auch besonders stark, sobald sie liefen. Passend dazu fiel das Erscheinungsjahr 2012 im chinesischen Kalender auf das Jahr des Drachen.

Sechs Pokémon-EX stecken im Set – Ho-Oh, Mew, Terrakium, Registeel, Rayquaza und Giratina – jedes regulär und als Full Art (119–124). Dahinter folgen vier Geheimkarten, die eine Gemeinsamkeit haben: Serpiroyal, Zytomega, Rabigator und Rayquaza zeigen alle die schillernde Farbvariante. Die Themendecks heißen Drachentempo und Drachenhauch.

Woher die Karten in Japan kamen

In Japan erschien der Inhalt schon am 16. März 2012 – aufgeteilt auf die beiden Sets リューズブラスト („Dragon Blast") und リューノブレード („Dragon Blade") mit je 55 Karten. Das ergibt 110 – das West-Set hat aber 128:

  • ⚠️ Dazu kamen zwei japanische Halbdecks mit je 15 Karten: das von ガブリアス (Knakrack) und das von サザンドラ (Trikephalo).
  • Deshalb stehen Knakrack (90 und 91) und Trikephalo (97 und 98) doppelt im Set. Die jeweils zweite Fassung stammt aus dem Halbdeck, nicht aus dem Booster.
  • Die Pokémon-EX verteilen sich auf beide japanischen Sets: Mew-EX, Terrakium-EX und Giratina-EX aus リューズブラスト („Dragon Blast"), Ho-Oh-EX, Registeel-EX und Rayquaza-EX aus リューノブレード („Dragon Blade").
  • ⭐ In Japan gab es den Drachen-Typ schon früher: Er kam am 27. Januar 2012 mit der Mini-Erweiterung ドラゴンセレクション („Dragon Selection"), die nie im Westen erschien. Hoheit der Drachen ist also das erste westliche Set mit Drachen.
  • ⚠️ 21 Karten tragen im Westen eine andere Illustration als in Japan. Am bekanntesten ist Magbrant (21/124): Auf der japanischen Karte zielt es mit seiner Kanone direkt auf den Betrachter – für den Westen wurde das Bild entschärft.

Highlights & wichtigste Karten

Die unangefochtene Nummer eins ist das schillernde Rayquaza (128/124). Es wird heute vierstellig gehandelt – höher als jede andere Karte der Schwarz-&-Weiß-Serie. Das hat zwei Gründe: Es ist ein schillerndes Rayquaza, und es war zugleich eine der stärksten Turnierkarten seiner Zeit. Sein Angriff kombiniert Feuer- und Elektro-Energie und ignoriert alle Effekte auf dem verteidigenden Pokémon.

Dahinter folgen zwei Full Arts: Ho-Oh-EX (119/124) und Rayquaza-EX (123/124). Erst danach kommen die übrigen Geheimkarten – Rabigator, Zytomega und Serpiroyal –, die hier also nicht automatisch über den Full Arts stehen.

Eine Besonderheit ist Mew-EX (46/124): Seine Fähigkeit erlaubte es, die Angriffe jedes Pokémon im Spiel zu benutzen – auch die des Gegners. Als einzige reguläre Pokémon-EX schafft es diese Karte in die Top 10.

Wichtig für den Wert: Die Geheimkarten und Full Arts haben eine vollflächig strukturierte Oberfläche und zeigen Kantenabrieb sofort – hier lohnt sich Grading (PSA, CGC) am meisten. Bei den sehr teuren Karten dieses Sets gibt es auf Deutsch oft nur eine Handvoll Angebote; Preise können deshalb stark springen.

Die 10 wertvollsten Karten

Sortiert nach aktuellem Marktwert der ungegradeten deutschen Karten (Near Mint), Stand Oktober 2026 – Top-Grades (PSA 9/10) liegen deutlich darüber.

# Karte Rarität
1 Rayquaza (schillernd) · 128/124 👑 Geheimkarte
2 Ho-Oh-EX (Full Art) · 119/124 Rare Ultra
3 Rayquaza-EX (Full Art) · 123/124 Rare Ultra
4 Rabigator (schillernd) · 127/124 Geheimkarte
5 Zytomega (schillernd) · 126/124 Geheimkarte
6 Giratina-EX (Full Art) · 124/124 Rare Ultra
7 Serpiroyal (schillernd) · 125/124 Geheimkarte
8 Terrakium-EX (Full Art) · 121/124 Rare Ultra
9 Registeel-EX (Full Art) · 122/124 Rare Ultra
10 Mew-EX · 46/124 Pokémon-EX

Komplette Kartenliste

Alle Holos, Pokémon-EX & Geheimkarten anzeigen

Pokémon-EX (regulär): 22 Ho-Oh-EX · 46 Mew-EX · 71 Terrakium-EX · 81 Registeel-EX · 85 Rayquaza-EX · 92 Giratina-EX

Pokémon-EX als Full Art (119–124): 119 Ho-Oh-EX · 120 Mew-EX · 121 Terrakium-EX · 122 Registeel-EX · 123 Rayquaza-EX · 124 Giratina-EX

Holo-Karten: 19 Vulnona · 26 Wailord · 28 Milotic · 40 Ampharos · 52 Symvolara · 54 Deponitox · 59 Golgantes · 67 Brockoloss · 80 Stolloss · 84 Altaria · 90 Knakrack · 97 Trikephalo · 103 Letarking

Geheimkarten (125–128, alle schillernd): 125 Serpiroyal · 126 Zytomega · 127 Rabigator · 128 Rayquaza

Aus den japanischen Halbdecks: 91 Knakrack · 98 Trikephalo

Dazu kommen rund 95 weitere Karten als Rares, Uncommons, Commons, Trainer- und Energiekarten – insgesamt umfasst das Set 128 Karten.

Interessante Fakten

  • ⭐ Hoheit der Drachen ist das erste westliche Set mit eigenem Drachen-Typ – vorher galten Drachen-Pokémon als Farblos.
  • ⚠️ In Japan gab es den Drachen-Typ schon zwei Monate vorher, mit der Mini-Erweiterung ドラゴンセレクション („Dragon Selection").
  • Das Drachen-Symbol ist dunkelgelb, nicht violett wie in den Videospielen.
  • Es gibt keine Drachen-Energie – Drachen-Pokémon brauchen hier zwei verschiedene Energietypen.
  • ⭐ Alle vier Geheimkarten zeigen schillernde Pokémon.
  • ⭐ Das schillernde Rayquaza (128/124) ist die teuerste Karte der ganzen Schwarz-&-Weiß-Serie.
  • Mew-EX durfte die Angriffe jedes Pokémon im Spiel benutzen – auch die des Gegners.
  • ⚠️ 21 Karten haben im Westen eine andere Illustration als in Japan – bei Magbrant wurde die auf den Betrachter gerichtete Kanone entschärft.
  • Knakrack und Trikephalo stehen doppelt im Set – die zweite Fassung stammt aus japanischen Halbdecks.
  • 2012 war im chinesischen Kalender das Jahr des Drachen.
  • Die Themendecks heißen Drachentempo und Drachenhauch.

Lohnt sich Hoheit der Drachen?

Für Sammler ist das eines der spannendsten Sets der Schwarz-&-Weiß-Zeit: ein echter Meilenstein durch den Drachen-Typ, dazu vier schillernde Geheimkarten und zwölf Pokémon-EX-Varianten. Wer eine einzelne Karte sucht, landet beim schillernden Rayquaza – teuer, aber eine der bekanntesten Karten der ganzen Ära. Wer etwas günstiger einsteigen will, findet bei den Full Arts von Terrakium-EX und Registeel-EX faire Preise, und die Holos und regulären Pokémon-EX gibt es für kleines Geld. Gerade bei den teuren Karten gilt: Auf Deutsch gibt es nur wenige Angebote, Vergleichen lohnt sich. Für Wertsteigerung zählen Zustand und Top-Grades (PSA, CGC). Und wie immer gilt: nur bei vertrauenswürdigen Händlern kaufen.

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